Wegezeit-Entschädigung für Fernbaustellen

Die Wegezeit-Entschädigung im Bauhauptgewerbe kommt!
So ermittelt virtic die korrekten Beträge.

Im Bauhauptgewerbe ist eine Tarifeinigung in Sicht: Nachdem die Bundestarifkommission der IG BAU der Tarifeinigung zugestimmt hat, wird nun die Zustimmung von Baugewerbe und Bauindustrie erwartet. Damit werden Steigerungen und die Angleichung der West- und Ost-Einkommen bis 2026 sowie eine Corona-Prämie vereinbart.

Nach jahrelangem Streit gelangt voraussichtlich auch die Wegezeit-Entschädigung in das Tarifwerk. Die Arbeitnehmerseite forderte, die teilweise langen Fahrzeiten zu den Baustellen zu vergüten. In der letzten Tarifrunde wurde nun vereinbart, die Beschäftigten für ihre Fahrten zu den Baustellen zu entschädigen.

Wie hoch ist die Wegezeit-Entschädigung?

Basis für die Berechnung der Wegezeit-Entschädigung ist die gefahrene Entfernung.

Wegezeit-Entschädigung bei täglicher Heimfahrt, Tagessatz
Entfernung ab 2023 ab 2024
bis 50 km 6 EUR 7 EUR
51 bis 75 km 7 EUR 8 EUR
mehr als 75 km 8 EUR 9 EUR
Wegezeit-Entschädigung bei nicht täglicher Heimfahrt, je Fahrt
Entfernung ab 2023
75 bis 200 km   9 EUR
201 bis 300 km 18 EUR
301 bis 400 km 27 EUR
mehr als 400 km 39 EUR

Wenn auf entfernten Baustellen gearbeitet wird, erhalten die Arbeiter also nicht nur die Auslösung (den Verpflegungszuschuss), sondern auch eine Entschädigung für die Wegezeit. Personalabrechner in Bauunternehmen müssen deshalb künftig nicht nur erkennen, wann Auslösung zu zahlen ist, sondern auch die Entfernung aller Baustellen zu den Wohnungen der Mitarbeiter im Auge behalten – denn dann ist die Wegezeit-Entschädigung zu zahlen.

Für virtic-Kunden ändert sich mit der Einführung der Wegezeit-Entschädigung in der Personalabrechnung wenig. Rechtzeitig vor dem Jahreswechsel 2022/23 setzt der virtic-Kundendienst nach Abstimmung mit den Kunden die betreffenden Änderungen um. Das virtic-System erkennt dann anhand der Zeitstempel der Mitarbeiter,

  • wie lang die Strecke zwischen Wohnort und Baustelle ist,
  • ob der Mitarbeiter täglich heim fährt oder für mehrere Tage auf der Baustelle geblieben ist,
  • ob dem Mitarbeiter eine Wegezeit-Entschädigung zusteht und, wenn ja, welche gemäß Staffel.

Zum Monatswechsel berechnet das virtic-System dann für jeden Mitarbeiter dessen Auslösung, seine Wegezeit-Entschädigung und berechnet die steuerfreien und steuerpflichtigen Anteile.

Wie ermittelt virtic die Wegezeit-Entschädigung?

Ihre Mitarbeiter erfassen über ihre Smartphone-Apps die Arbeits- und Fahrzeiten. Mit einem Klick vermerken sie den Fahrtbeginn, das Fahrtende, den Arbeitsbeginn auf einer Baustelle etc. Damit verfügt das virtic-System über alle Informationen, die es benötigt, um die Ansprüche der Mitarbeiter zu berechnen:

Abwesenheitsdauern und Reisezeiten ergeben sich aus den Zeitstempeln der Mitarbeiter.

Reiseentfernungen ergeben sich aus

  • den Wohnorten Ihrer Mitarbeiter,
  • den Adressen von Firma, Niederlassung, Bauhof etc.
  • den Adressen der Baustellen und sonstigen Arbeitsorte,
  • den Adressen der Unterkünfte.

Die Adressen werden

  • von Ihren Personalsachbearbeitern, Arbeitsvorbereitern oder Projektverantwortlichen im virtic-System hinterlegt,
  • vom Mitarbeiter manuell in der Smartphone-App eingetippt oder
  • optional über die GPS-Funktion des Smartphones erfasst.

Die gefahrenen Entfernungen je Anfahrt zur Baustelle und Rückfahrt von der Baustelle werden über die Routenberechnung von Google Maps anhand der hinterlegten und erfassten Adressen automatisiert ermittelt.

Ihre betrieblichen Regeln werden vom virtic-Kundendienst im System hinterlegt. Ihre Personalsachbearbeiter starten nach Monatsende den Monatsabschluss im virtic-System - dabei berechnet das System neben Überstunden, Zuschlägen, Zulagen auch alle Vergütungen und Erstattungen im Zusammenhang mit Reisen und Auswärtstätigkeiten. Und dazu gehören ab 2023 in Bauunternehmen auch die Wegezeit-Entschädigungen. Die Ergebnisse werden als Lohnbuchungssätze für Ihre Lohnsoftware exportiert.

04. November 2021