Handlungsbedarf: Ihr Web Browser hat großen Einfluss auf die Latenz

Ersparen Sie mir technische Begriffe! Was zum Teufel ist Latenz?

Sehr stark vereinfacht ist das die völlig überflüssige Zeit, die zwischen einer Datenanforderung (wie Drücken eines „Bericht erzeugen“ Knopfes) im Webbrowser bis zur Darstellung der Ergebnisse eingespart werden kann.

Wir belästigen sie mit diesem Begriff, weil Sie Einfluss auf die Latenz haben. Je besser Sie sich ausstatten, desto weniger leiden Sie unter langen Antwortzeiten. Das gilt nicht nur für virtic- Anwendungen, sondern für (fast) alles, was Sie mit einem Webbrowser erledigen.

Die gute Nachricht ist: Sie müssen keine Software kaufen, um schneller arbeiten zu können.

Die schlechte Nachricht ist, dass Sie dennoch etwas Zeit investieren müssen, um sich das zukünftige Leben leichter zu machen. Zeit benötigen Sie, um diesen Artikel zu lesen, und um daraufhin zu handeln.

Ok, wenn Ihr Interesse geweckt ist, besorgen Sie sich jetzt bitte eine frische Tasse Tee, etwas Popcorn, und lehnen Sie sich zurück. Achten Sie darauf, dass Ihre Maus dabei in Reichweite der Arbeitshand bleibt, so dass Sie bequem scrollen (abwärts weiterlesen) können, denn Ihr Bildschirm ist nicht hoch genug für den gesamten Text.

Management Summary

Möglicherweise ist der in Ihrem Unternehmen verwendete Webbrowser ungeeignet. Er vernichtet Arbeitszeit, erzeugt Frustration bei Ihren Mitarbeitern, und kostet viel zu viel Geld, obwohl die Software-Lizenz selbst kostenlos ist.

Der Einsatz eines modernen Web Browsers lohnt sich:

Anschaffungskosten? Nur Arbeitszeit, normalerweise einmalig.

Wartungskosten? Null. Meistens.

Supportkosten? Nahezu Null. Wenn die Implementierung stimmt.

Ersparnis gegenüber veralteten Technologien? Gigantisch! Immer.

Disclaimer

virtic empfiehlt keinen speziellen Webbrowser, nur modern muss er sein.

Warum nicht? Weil der für Ihr Unternehmen optimale Browser möglicherweise nicht der ist, der für uns und viele unserer Kunden am besten geeignet ist.

Weiterhin sind die Browser-Hersteller sehr innovativ. Der heute schnellste Browser kann morgen langsamer als ein anderes Produkt sein. Und übermorgen wieder die Statistiken anführen.

Ob Sie darauf Rücksicht nehmen und Ihren Mitarbeitern den Wechsel zwischen verschiedenen Browsern ermöglichen wollen, ist alleine Ihre Entscheidung.

Wir plädieren dafür. Browser sind nicht gut oder böse. Für jeden Arbeitsplatz, inklusive des Menschen der ihn benutzt, kann ein anderer Browser optimal sein.

Zum Einstieg in die Entscheidungsfindung eine Fallstudie

Wir haben viele Kunden, bei denen WIN-XP (Windows XP) mit IE8 (Internet Explorer Version 8 oder älter) immer noch die Standardinstallation darstellt, obwohl beide hoffnungslos veraltet und im Tagesgeschäft extrem problematisch zu handhaben sind (und das ist noch sehr höflich formuliert!).

Es gibt viele Gründe, die gegen ein Upgrade des Betriebssystems (und des Browsers) sprechen. Zum Beispiel verschiedene ERP-Anwendungen, die nur mit alten Umgebungen funktionieren, Lizenzkosten, Kapazitäten der IT Abteilung und die hohen Kosten für neue Hardware, Infrastruktur, Anwenderschulungen und so weiter, die mit einem solchen Rollout verbunden wären.

Bei einem Kunden mit einer solchen Ausstattung wurde in diesem Jahr der Einsatz unserer Web- Applikation als unerträglich empfunden. Was wir verstehen. Und sehr ernst nehmen.

Um Abhilfe zu schaffen, wurden bei einigen Power-Usern verschiedene Webbrowser installiert und der Arbeitsspeicher der Rechner auf 4GB aufgerüstet.

Vergleichstests zwischen den Browsern auf diesen Arbeitsplätzen haben ergeben, dass Googles Chrome Browser die Ergebnisse am schnellsten anliefert. Die gemessenen Performanceunterschiede gegen IE8 waren gewaltig, und selbst andere aktuelle Browser wie Firefox wurden im Praxistest um viele Längen geschlagen.

(IE8 ist dermaßen veraltet, dass er für einen fairen Vergleich eigentlich nicht heranzuziehen ist. Der aktuelle Microsoft-Browser kann leider nicht unter Windows-XP installiert werden, so dass in diesem Fall der Internet Explorer als „völlig ungeeignet“ ausscheidet. Dazu ist allerdings anzumerken, dass aktuelle Versionen des Internet Explorers durchaus für Web Applikationen geeignet sind. Vorausgesetzt, mindestens ein IE9 kann installiert werden.)

Unter den in diesem Anwendungsfall gegebenen Restriktionen kann Google Chrome auch ohne Administrator-Rechte vom Benutzer selbst installiert werden: Download/Installation. Dabei wird organisatorisch sichergestellt, dass unnötige Datenübertragungen an Google, die standardmäßig nicht aktiv sind, vom Benutzer nicht aktiviert werden dürfen. Vermutlich kann das auch zentralisiert sichergestellt werden.

Fazit: Google Chrome kann ohne maßgebliche Änderung der IT-Infrastruktur eingesetzt werden, und den bisherigen Standard-Browser zur vollsten Zufriedenheit der Anwender von Web Applikationen –wie virtic u.a.– ersetzen.

Hardware-Erweiterungen (Aufrüstung des Arbeitsspeichers auf 4GB bei älteren Rechnern) sind für alle Webbrowser nötig. Rechner mit aktuellen Betriebssystemen sollten natürlich über mehr Arbeitsspeicher verfügen.

(Auch wenn die Rahmenbedingungen dieser Fallstudie für Sie nicht (genau) zutreffen, werden vermutlich die Ergebnisse eines bei Ihnen durchgeführten Tests ziemlich gleichlautend sein.)

Warum ist der Web Browser so wichtig?

Wenn es Laufzeit-Probleme gibt, ist die Ursache in der Regel nicht die verfügbare Bandbreite (Kapazität des Internet Zugangs), oder der oder die Internet-Server, bei denen eine Datenanforderung letztendlich landet, sondern die Art und Weise, in der der Webbrowser mit dem Internet kommuniziert und die Ergebnisse darstellt.

Moderne Anwendungen (Web Applikationen) erfordern immer einen Webbrowser, der lokale Datenverarbeitung (client sided scripting, z.B. JavaScript Programme) sehr performant (=ratzfatz) erledigt. Ältere Browser sind dafür gar nicht geeignet, und zwischen den aktuellen Versionen der gängigen Browser-Anbieter gibt es gewaltige Unterschiede.

Bei identischem Datendurchsatz (tatsächliche Bandbreite) können verschiedene Browser für die Darstellung des gleichen 5-seitigen Berichts Zeitunterschiede von 30 Sekunden und mehr aufweisen. Das bedeutet, jeder Browser hat die darzustellenden Daten in der gleichen Zeit nach Anforderung erhalten, aber der schnellste liefert das lesbare Ergebnis nach z.B. 5 Sekunden, und der langsamste erst nach 35 Sekunden, auf dem gleichen Rechner!

Warum sollen Mitarbeiter die Wahl des Browsers haben?

Dafür gibt es zwei Gründe.

Erstens hat jeder Mensch seine persönlichen Präferenzen, und die Vertrautheit mit einem Browser, der auch privat genutzt wird, steigert die Effizienz. Das Arbeitsergebnis wird von allen Browsern nahezu gleich dargestellt, deshalb ist der Weg dahin eigentlich egal, und sollte deshalb dem Mitarbeiter überlassen werden.

Zweitens hat die Ausstattung und Konfiguration des verwendeten Rechners, ja sogar die Arbeitsgewohnheiten des Benutzers, einen wesentlichen Einfluss auf die Geschwindigkeit des Browsers. Ein bestimmter Browser kann auf unterschiedlichen Rechnern im Unternehmen, obwohl Sie nach den gleichen Vorgaben eingerichtet wurden, verschieden schnell sein (und am Freitag kann es langsamer als am Montag sein!). Wenn der Mitarbeiter selbst sich den auf seinem Arbeitsplatz gut arbeitenden Browser auswählen kann, wird sie/er ggf. sogar den (sehr geringen) Aufwand zur Umgewöhnung in Kauf nehmen (die Bedienung aller Webbrowser ist selbsterklärend, so dass es eigentlich keinen browserspezifischen Schulungsbedarf gibt).

Drittens ist eine Grundausstattung jedes Rechners mit allen aktuellen Browsern einfacher und kostengünsiger zu machen, als individuelle Nachrüstungen. Moderne Browser aktualisieren sich selbstständig über das Internet, in der Regel ohne Nachfrage an den Benutzer, so dass in der IT- Abteilung auch keine Aufwendungen für die Installationen von Updates zu kalkulieren sind.

Viertens und Letztends: Zählen ist völlig überbewertet. Was wirklich zählt, ist das Ergebnis. Und das wird nur mit dem besten Browser erzielt. Und wer oder was das morgen ist, wissen wir heute noch nicht. Deshalb zählt nur, und ausschließlich nur, eine flexible Infrastuktur.

Ganz toll! Für was soll ich mich nach Lektüre dieses Sermons nun entscheiden?

Ganz einfach. Nach Abwägung aller gängigen Kriterien ist heute (Mai 2012) die beste Entscheidung der Chrome Browser von Google.

Oder auch eine OpenSource Variante dieses Browsers, wenn Sie (vermutlich unberechtigt aufgrund unfachmännischer Presseveröffentlichungen bzgl. der Geschäftsbedingungen für private Nutzung von Google Chrome und anderen Google Anwendungen) Angst vor dem „allmächtigen Datensammler Google“ haben (der heute gar nichts sammelt, falls Sie oder derjenige, der diesen Browser installiert und bedient, das nicht ausdrücklich angefordert hat).

Welche Browser sind grundsätzlich für Web Applikationen –wie virtic– geeignet?

Sie sollten folgende Browser auf allen Ihren Rechnern installieren:

Chrome (Google)
Safari (Apple)
Firefox (Mozilla)
Opera
Edge (Microsoft)

Ob eine selbst-aktualisierende (Updates werden ohne Benutzeraktion selbstständig über’s Internet installiert) Version dieser Browser für das von Ihnen eingesetzte Betriebssystem verfügbar ist, erfahren Sie beim Hersteller des Browsers.

Diese Liste ist nicht vollständig. Es gibt schon heute noch andere geeignete Browser, und es wird morgen noch mehr geben.

Warum soll ich mich um diesen Mist selber kümmern?

Berechtigte Frage.

Wenn Sie all das oben Gesagte nicht selbst bewältigen wollen, fordern Sie einfach unsere Berater an. Wir führen dann die Tests in Ihrem Hause durch, und erarbeiten zusammen mit Ihrer IT- Abteilung die Implementierung der Testergebnisse. Das kostet weniger, als es Ihnen nützt. Garantiert.

Ich habe eine ganz andere Frage!

Das alles war zwar recht interessant, aber ich glaube dass der Webbrowser nicht das Maß aller Dinge ist. In meinem Fall stinkt es anderswo.

Das kann natürlich genau so sein. Bitte sprechen sie uns an. Wir werden Abhilfe schaffen, egal wie (solange wir es beeinflussen können).