Lohnabrechnungsperioden bei wöchentlicher Überstundenermittlung

Wenn Überstunden per Arbeitswoche (Montag bis Freitag, Samstag und Sonntag separat) oder per Kalenderwoche ermittelt werden, sollte die Lohnabrechnungsperiode grundsätzlich an einem Montag beginnen und an einem Sonntag enden. Die Lohnabrechnungszeiträume können frei gewählt werden, müssen also nicht zwingend mit einem Kalendermonat bzw. der Abrechnungsperiode des Rechnungswesens übereinstimmen.

Wenn bei wöchentlicher Ermittlung von Mehrarbeitsstunden die Periode vom Monatsersten bis Ultimo läuft, leidet die Transparenz, weil die Überstunden vom Monatsersten bis Monatsletzten nicht mit der Lohnabrechnung übereinstimmen. Spätestens wenn auch noch Überstunden (anteilig) auf Arbeitszeitkonten gebucht und Fehlstunden automatisch vom Arbeitszeitkonto ausgeglichen werden, verlieren viele Mitarbeiter den Durchblick und wenden sich mit Erklärungsbedarf an die Personalabteilung.

Wir bieten zwar die Überstundenberechnung mit Vorträgen und Überhängen an, raten aber dringend davon ab. Ein schmerzfreier Umstieg von monatsgebundenen zu wochengenauen Lohnabrechnungszeiträumen ist jederzeit auch innerhalb des Jahres möglich. Besonders einfach ist es zum 1.2.2010, 1.3.2010 oder 1.11.2010, es geht aber auch sofort, z.B. indem die Periode 11/2009 mit dem 29.11.2009 beendet wird, oder 12/2009 am 27.12.2009 endet.

Lohnabrechnungsperioden, die grundsätzlich an einem Montag beginnen und am letzten Sonntag des Monats enden, haben auch noch andere Vorteile. Zum Beispiel in der Reisekostenabrechnung, wenn die Mehrzahl der beruflich bedingten Abwesenheiten am Montag beginnen und innerhalb der Kalenderwoche enden. Es werden so weniger Dienstreisen über zwei Abrechnungen verteilt, Spesen zeitnäher ausgezahlt, und bei vielen gängigen Auslösemodellen kann sich der Anteil an voll und pauschal versteuerten Verpflegungsmehraufwänden verringern.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an unsere Spezialisten.