Ausnahmen bei Nacht-, Sonn- und Feiertagszuschlägen

Ab der Lohnabrechnungsperiode August 2009 können für Zeit-Zuschläge per Wochentag Ausnahmen von der Regel verarbeitet werden.

Diese wirken auf tatsächliche Arbeitszeitabschnitte, unabhängig von Schichtbeginn und -Ende. Für mitternachtsübergreifende Zuschläge wie z.B. Sonn- oder Feiertagsarbeit, die bei Arbeitsantritt am Sonntag vor Mitternacht bis in den Montag hinein bezahlt werden dürfen, können falls notwendig separate Ausnahmen für die Zeit vor und nach 24:00 Uhr eingerichtet werden.

Ausnahmen für einen Zuschlag können generell für Fahrtzeiten, bestimmte Tätigkeiten oder Lohnarten, sowie für bestimmte Arbeitsgänge (Ereignisse bzw. deren signifikanten Eigenschaften) definiert werden. Die Ausnahmen wirken nur auf zeitbezogene Zuschläge, nicht auf die Berechnung von Überstundenzuschlägen oder Zulagen (wie z.B. Schmutz- oder Montagezulagen). Beispiele:

  • Anfahrten zum Einsatzort am Sonntag werden bezahlt, gehen auch in die Überstundenberechnung ein, es soll aber nur für Arbeitszeiten beim Kunden der Sonntagszuschlag berechnet werden.
  • Für Fahrten von und zu der Wohnung des Mitarbeiters soll vor 06:00 und nach 20:00 kein Nachtzuschlag bezahlt werden. Für Anfahrten vom Sitz der Firma aus bzw. bei Rückkehr zur Firma gilt jedoch der Nachtzuschlag.
  • Fahrzeugführern sollen Standzeiten von Montag bis Samstag Morgen ohne Nachtzuschlag ausbezahlt werden.
  • Rüst- und Ladezeiten im Werk sollen Wochentags zwischen 05:00 und 06:00 von der Nachtzuschlagsberechnung ausgenommen werden.
  • Für Fahrtzeiten an gesetzlichen Feiertagen, die auf einen Sonntag fallen, soll nur ein Sonntagszuschlag gezahlt werden, für Arbeitszeiten jedoch der höhere Feiertagszuschlag.