Über Minuten-”Differenzen”

In Timesheets (Stundenzetteln) kann es vorkommen, dass eine nachgerechnete Stunden-Summe über mehrere Arbeitszeitabschnitte hinweg nicht ganz genau mit der ausgewiesenen Spaltensumme übereinstimmt. Das liegt am Ausgabeformat, insbesondere wenn Stunden als HH:MM (08:30) statt als Dezimalstunden (8,50) dargestellt werden.

Jede Zeitbuchung wird von uns mit der Millisekunde aufgezeichnet, in der die Eingabe beim Server eintrifft. Die Zeit wird dabei im Format TT.MM.JHJJ HH:MM:SS.SSS (Datum Stunden : Minuten : Sekunden . Millisekunden) gespeichert. Die zwischen zwei Ereignissen verstrichene Arbeitszeit berechnen wir als Dezimalstunden auf bis zu zehn Nachkommastellen genau.

Um die bestmögliche Präzision der teilweise komplexen Berechnungen bzw. Bewertungen der Arbeitszeiten zu gewährleisten, formatieren wir erst so spät wie möglich — d.h. bei der Datenausgabe — auf Minuten bzw. zwei Nachkommastellen. Dabei wird dann eine genaue Uhrzeit wie 01:02:03.456 als 01:02 Uhr und ein Dezimalwert wie 1.2345678901 als 1.23 Stunden angezeigt. Summiert werden die noch nicht gerundeten Werte1), erst die Summe selbst wird wieder mit zwei Nachkommastellen formatiert. Wenn im Timesheet die Stunden im Format HH:MM statt 9.99 angezeigt werden, wird jeder einzelne (präzise) Dezimalstundenwert in dieses Format konvertiert, wobei zwangsläufig kleine Abweichungen entstehen.

Auf besonderen Wunsch hin können wir alle Zeiten vor der Berechnung auf volle Minuten auf- bzw. abrunden, um die Anzahl solcher formatbedingter Pseudo-Differenzen zu vermindern. Tatsächlich führt aber erst dieses Verfahren zu den Abweichungen, die manche Mitarbeiter aufgrund von vereinzelt auftretenden „optischen Minuten-Differenzen“ bei präziser Berechnung befürchten.

Kosmetische Korrekturen liegen also nicht im tatsächlichen Interesse der Mitarbeiter.

1)

Ausnahme: Kurzarbeitergeld, Schlechtwetter/Saison-Kurzarbeitergeld. An Arbeitstagen mit einer Kug- oder Schlechtwetter-Buchung werden alle Einzelzeiten von zehn auf zwei Nachkommastellen gerundet, um das Auftreten von rechnerischen „Überminuten“ bei der Verprobung der Meldungen an die Agentur für Arbeit auszuschließen.